Von Jojo
Vom 14. bis 21. Juni 2008
“Aufstehen! Reise, Reise!” so schallt es jeden Morgen durch das bemerkenswert geräumige Unterdeck der Segelyacht Orion, mit der wir vom 14. bis zum 21. Juni 2008 von Emden an der Nordseeküste bis nach Kiel an der Ostseeküste unterwegs sind.
Schon die Rekrutierung der Mannschaft ist ein schwieriges Unterfangen, da wir uns alle aus den unterschiedlichsten Gebieten Deutschlands zusammenfinden müssen.
Als uns dies schließlich glückt und wir am Samstag, dem 14. Juni, um 6:30 Uhr in Emden ankommen, haben wir notgedrungen die ganze Nacht hinterm Steuer des Dodge-Nitro Mietwagens verbracht. Wir sind zu erschöpft, um direkt loszusegeln. Außerdem macht uns das Wetter zusätzlich noch einen Strich durch die Rechnung und es sollte nicht das einzige Mal bleiben.
Nachdem wir ausgeruht und uns ausreichend mit sowohl festen als auch flüssigen Lebensmitteln versorgt haben, wagen wir am nächsten Morgen den Aufbruch. Unser Ziel, die Nordseeinsel Borkum, erreichen wir jedoch an diesem Tag nicht, da der starke Wind (6-7/8 Beaufort) und die hohen Wellen in der Emdener Bucht uns Greenhorns schon erheblich zusetzen. Zudem kommt der Wind von vorn (so genannter “Am-Wind-Kurs”), also müssen wir die ganze Strecke kreuzen (später vom Skipper auch als bolzen: “Du musst nicht so bolzen!”, bezeichnet). Unserer erfahrener Skipper Andreas (ein Gemütsmensch, Sportler und offensichtlich erstklassiger Konstrukteur) entscheidet, auf halber Strecke umzukehren, um in den nächstgelegenen niederländischen Hafen einzulaufen, das ist äußerst weise.
Der nächste Tag ist erfolgreicher, denn wir schaffen es, Borkum bei etwas milderen Bedingungen (5-6/7 Beaufort) zu erreichen.
Für die darauf folgende Etappe, die uns von Borkum bis Cuxhaven führt, investieren wir 15 Stunden mit wechselnden Rudergängern, da der Wind nun fehlt.
Nach einer kurzen Nacht geht es weiter nach Rendsburg im Nord-Ostsee-Kanal und von dort in den Zielhafen von Kiel. In Kiel verbringen wir einen Tag mit dem intensiven Üben diverser Manövern (wie “Mann über Bord!” u. a.).
Wir sind überrascht, was unser Skipper für einfache aber schmackhafte Gerichte aus der Miniaturküche des Schiffs zu zaubern vermag.
Alles in Allem, ist ein Segeltörn auf der Yacht Orion ein sehr einprägsames Erlebnis, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.
Maria, Jojo und Thomas
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