Genau die Besetzung wie im vorigen Jahr – Gitta (Antalya), Steffen (Erfurt), Daniel, Angelika und Andreas (Dresden) – so wollen wir starten.
Dieses Mal haben wir mehr Zeit eingeplant, was sich auch in der Ausdehnung des Reisezieles bemerkbar machen sollte.

Während Daniel und Stefan bereits einige Tage vorher an Bord kommen und sich die Zeit mit Stadtbesichtigung und sportlichen Aktivitäten (Laufen und Baden) vertreiben, reist Angelika am Vortag an, Gitta kommt am Freitag, dem Abreisetag, pünktlich zur vereinbarten Zeit im Yachthafen von Antalya an. Andreas ist ja ohnehin vor Ort, da er hier bereits zum „Hafeninventar“ zählt.

Zu den sportlichen Aktivitäten muss erwähnt werden, dass Daniel, der im vorigen Jahr gegen Andreas noch keine Chance hatte, sich läuferisch enorm verbessert hat.
Bei einem unserer Testläufe über 14 Kilometer ließen wir es in einer Zeit von 1:12:30 Stunden (!!) so richtig krachen, ohne dass Schwächeanfälle zu verzeichnen waren.
Da zwischen den beiden ein Altersunterschied von ca. 40 Jahren besteht, ist das gar nicht mal so schlecht.
Stefan konnte sein Niveau ungefähr halten, spielt aber eine Liga tiefer.

Karfreitag 11.00 Uhr laufen wir aus der Celebi Marina Antalya aus und wollen am ersten Tag unsere Seefähigkeit testen und uns an das gemeinsame Bordleben gewöhnen, was uns die nächsten 10 Tage verbinden soll.
Proviantiert wurde die „Orion“ bereits am Vortag, wobei alle ihren Beitrag leisteten.
Angelika ist Schiffsführer und wird wie immer alle An- und Ablegemanöver und alles was mit der Segelführung zu tun hat durchführen bzw. leiten.
Wir setzen noch im Hafen die Segel und es wird ein entspannter Segeltag mit Sonne, südlichen Winden von 4 bis 5 Bft und ordentlich Arbeit an Deck, denn wir müssen kreuzen.
Der Segeltag vergeht mit der Schulung der Crew in seemännischen Angelegenheiten. Den meisten Raum nehmen dabei die Knotenübungen ein. Das würde Andreas zur Verzweiflung treiben, aber Angelika tut es mit zu bewundernder Geduld.
17.00 Uhr bergen wir die Segel vor Kemer und laufen ein paar Minuten später in den Hafen ein.
Andreas und Daniel joggen noch und verbinden dies mit etwas Lebensmittelshopping.
Während Gitta und Angelika kochen, spielt sich Stefan so langsam mit der Gitarre ein, denn diese gehört bei dieser Crew an Bord.
Wir lassen den Abend mit einem Stadtbummel ausklingen und Daniel, Gitta und Stefan versuchen noch eine Disko aufzureißen.

Ostersonnabend geht es zeitig los, denn wir wollen bereits das Endziel unserer Reise, Fethiye, ansteuern.
Die Crew weiß das noch nicht, da sich die Schiffsführung sich noch nicht über die Wettersituation im Klaren ist. Es sind immerhin rund 120 Seemeilen und wir müssen die kommende Nacht zum Tage machen.
Kurz vor 8 gehen die Leinen los.
Gefrühstückt wird an Deck und unter Motor, denn Rasmus schläft noch und erwacht gegen 11:00 Uhr im Süden.
Die Diskogänger von gestern, die wohl doch nur eine Kneipe gefunden hatten, ruhen sich noch etwas aus und machen sich für die kommende Nacht fit.
Gegen 12 Uhr erreichen wir die 5 Inseln und können Segel setzen. 5 Knoten sind bei 3 bis 4 Bft nicht schlecht, doch leider wird der Wind nicht stärker sondern eher schwächer.
Das Bordleben hat uns in seinen Bann gezogen.
Es wird gekocht und gesungen, gespielt und gesegelt, wir fühlen uns einfach wohl.
Gitta stimmt mit uns „Stups der kleine Osterhase…..“ an, denn schließlich ist Ostern und wir freuen uns auf die Nacht, da die Wetterprognose bis zum nächsten Tag nichts Böses verspricht.
18 Uhr haben wir die Wirkungsstätte des Nikolaus, Demre, querab und ziehen Parallelen zu Ostern.
20 Uhr in Höhe der Insel Kekova schläft der Wind ein und wir motoren.
Gegen Mitternacht erreichen wir Kastellorizo, unsere Lieblingsinsel. Dieses Mal aber von der Seeseite.
Ein ähnliches Erlebnis hatten Angelika und Andreas bereits 2007, als sie aus der anderen Richtung kommend, das alte Segelschiff „Marleen“ von Marmaris nach Antalya überführt haben. Die Uhrzeit ist die gleiche.
Das Radar hilft uns bei der Navigation, denn vom türkischen Mond ist nichts, nicht mal ein Halbmond, zu sehen. Somit wird es eine Nacht, die große Aufmerksamkeit erfordert, auch weil sich die Schiffsroute der Frachter sich mit unserer deckt.
Gegen 1 Uhr kommt, in Höhe des Patara-Strandes plötzlich der Wind mit 5 bis 6 Bft von Land und wir können wieder exzellent segeln.
Wir wechseln uns am Steuer ab und kommen gut voran.
2 Uhr wird die Uhr vorgestellt, aber das stört uns natürlich nicht, da wir jetzt wissen, dass wir unser Ziel irgendwann vormittags erreichen können.
Die fünf Kaps lassen wir, wie auch in den Seebüchern empfohlen, schnell hinter uns, denn hier gibt es keinen Schutz und auch kein menschliches Leben. Nur Felsen aus dem Meer aufsteigend und einige hundert Meter hoch.
Wir stellen fest, dass es selbst bei unserer Erfahrung noch ein besonderes Erlebnis ist, nachts unter Segeln mit 7 bis 8 Knoten durch das Mittelmeer zu fahren.
Höchste Aufmerksamkeit ist geboten, da Wellen und vielleicht schwimmende Gegenstände schwer auszumachen sind.
Die Crew kommt rechtzeitig aus den Kojen, denn das Einlaufen in die Bucht von Fethiye ist ein Highlight.
Leider schläft der Wind, der nachts so toll an den Segeln gearbeitet hat, am Morgen ein. Wir holen die Segel ein, räumen das Schiff auf und freuen uns auf den Anleger und das gemeinsame Osterfrühstück im Hafen von Fethiye.
Andreas suggeriert dem Hafenpersonal, dass wir eine behinderte Person an Bord haben, damit wir einen Liegeplatz in unmittelbarer Nähe zum Hafenbüro und den damit verbundenen Einrichtungen bekommen. Stefan „hinkt“ dann auch „wahrheitsgemäß“ über den Steg…
Die Duschen haben „vorübergehend“ kein warmes Wasser, das haben wir auf der Orion, denn dieses „vorübergehend“ scheint schon länger zu sein. Das verändert sich auch während unseres gesamten Aufenthaltes nicht.

Frühstücken und etwas Ausruhen, dann ein gemeinsamer Stadtrundgang mit Besichtigung der Felsengräber und einer Menge Spaß.
Abends essen wir auf dem Fischmarkt, nachdem wir den Fisch bei einem Händler ausgesucht haben. Er wird danach in einer der zahlreichen Kneipen zubereitet. Das ist einfach nicht zu toppen.
Es verleiht der Crew die Kraft, am Abend mit Stefans Begleitung auf der Gitarre singegruppenartig den Hafen zu unterhalten.
Nach Einbruch der Dunkelheit verziehen wir uns in den Salon, da wir auch ohne Verstärker doch ziemlich laut sind.

Durch die Wettervorhersage wird dieser schöne Tag etwas getrübt. Aber wir müssen uns auf die Rückreise begeben.

Der Ostermontag sollte es in sich haben. 9:00 Uhr gehen die Leinen los und wir motoren uns aus dem Labyrinth.
Der Wind will nicht so richtig kommen, deshalb lassen wir zunächst die Maschine mitlaufen. An Kötü Burnu, was “schlechtes Kap” bedeutet, geht es los. Drei Meter hohe Wellen ohne, ja, ohne Wind. Dann wird es böig von fast 0 bis 8 Beaufort. Nun müssen wir uns der Natur stellen.
Es kommt Wasser über. Alle tragen jetzt Rettungswesten mit Lifebelt. Aber die Bedingungen werden nicht besser. Wind jetzt aus Süd/Süd/Ost, die Wellen aus Südwest.
Kurzzeitig entschließen wir uns zu wenden und wieder zurückzusegeln, da wir uns und der Orion diese Materialschlacht nicht antun wollen. Der Wind wird permanent stärker. Jetzt glättet er die zum Teil vier Meter hohen Wellen auf rund 2 Meter.
Wir starten noch einen Versuch.
Mit dem 1. Reff, schön eingebunden, gelingt es uns doch noch gegenan zu segeln. Die Maschine läuft wieder mit.
Drei Stunden lang geht das. Langsam gewöhnen wir uns an die Bedingungen. Dann lässt der Wind etwas nach. Wir stoppen den Motor. Ab jetzt ist es traumhaftes Segeln bis vor den Hafen von Kalkan.
Glückwunsch an die Crew – toll gemacht. Da kann jeder stolz drauf sein.
Und wieder ein Glanzpunkt: Waleri mit seiner Julia, alte russische Segelfreunde, die früher ihr Schiff in Antalya hatten, liegen mit einer Segelyacht im Hafen, begrüßen uns und nehmen die Heckleinen ab, die nach dem zweiten Ankermanöver ausgebracht werden.
Alle haben gewaltigen Appetit auf die Spagetti-Bolognese.

Die Crew versucht noch in der Moonlightbar eine Sohle aufs Parkett zu legen, aber hier ist noch Winter. Die Saison beginnt erst im Mai. Deshalb ist die Bar noch geschlossen. Nachdem Waleri und Julia gen Alanya abgelegt haben, sind wir im Hafen die einzigen Gäste. Wir sparen auch noch die Hafengebühr, da sich kein Hafenmeister sehen lässt.

Der Dienstag wird, das setze ich mal voraus, ein herrlicher Segeltag. Vorm Hafen in Kalkan Segel gesetzt und 100 m vor Kas wieder geborgen.
Dazwischen liegt alles, was sich ein Segler wünscht. Kreuzen, Wenden, Halsen, Fock ausbaumen, Spinakker setzen und Lieder zur Gitarre singen. Wir haben es uns verdient.
Der Abend wird der Hammer. Nach einem herrlichen Landgang geht es liedermäßig richtig zur Sache. Andreas tanzt mit Gitta zum Kriminaltango und später mit Angelika Rock’n Roll…
Das sind Abende, die nicht zu Ende gehen dürften. Doch wir haben einen neuen Tag mit schwerem Wetter vor uns.

Eigentlich wollen wir nur nach Kastellorizo. Das sind nur ein paar Meilen. Es macht aber keinen Sinn zu segeln, da der Wind uns in die Bucht entgegen bläst. Und der kommt in Böen mit 9 bis 10 Beaufort.
Wir entschließen uns auszuruhen und noch eine Nacht in Kas zu bleiben. So nehmen wir uns vor, den vorigen Abend noch zu toppen. Ob das möglich ist?

Wir kaufen frischen Fisch und zaubern wie jeden Tag ein tolles Menü.
Dann geht es noch zum Kneipengang wobei wir in der “Dali”-Kneipe fast versacken.

Der nächste Tag verspricht schön zu werden und das Allerwichtigste: Es soll viel Wind aus West geben. Immerhin wollen wir nach Finike. Bis dorthin sind es 48 Seemeilen.
Halb zehn laufen wir aus und setzen die Segel. Leider verabschiedet sich die Rolleinrichtung für den Spi-Baum und das Unglück kommt nicht allein: Bei dieser Aktion verbiegt sich eine Relingstütze soweit, dass sie fast abbricht.
Vor Demre schläft der Wind ein und kommt plötzlich aus einer anderen Richtung. Jetzt müssen wir kreuzen! Diese Effekte kennen wir.
Wir schaffen es noch bis 3 Meilen vor den Hafen. Den Rest erledigt dann der Motor.
Anlegen gegen 16.00 Uhr.
Andreas beginnt sofort mit den Reparaturen, noch ehe die Crew etwas davon mitbekommt. Die Relingstütze ist um 16.30 Uhr schon wieder geschweißt und poliert, die Reparatur der Rolleinrichtung eingeleitet. Das kann aber erst morgen erledigt werden, da Metin, der die kleine Werkstatt am Hafen hat, auch mal Feierabend machen muss. Außerdem ist dazu noch etwas vorzubereiten.
Wir gehen toll essen und kaufen noch etwas für den nächsten Tag ein, da wir die folgende Nacht in einer Ankerbucht verbringen werden.
Am Abend wird wieder musiziert…..und, das sollte nicht unerwähnt bleiben, über die Welt philosophiert. Das ist manchmal nicht so einfach, da die Erfahrungen der Crewmitglieder aufgrund der stattlichen Alterunterschiede doch weit voneinander abweichen. Mit der entsprechenden Toleranz ist gegenseitiges Verständnis vorhanden. Es gibt ja immer etwas zu lernen…

Viele Meilen sind es nicht am nächsten Tag, doch die 5 Inseln haben es immer in sich. Nie weiß man, was dahinter kommt.
Aber wir können wunderbar segeln und haben etwa eine Motorstunde zu investieren. Freuen uns auch über die perfekte Reparatur des Spi-Baum Wagens.
Vor Cineviz nehmen wir die Segel runter und laufen in die Bucht ein. Wir sind die Einzigen. Das war noch nie da, Gitta ist das Ganze sogar ein bisschen unheimlich.
Wir lassen den Anker fallen und genießen den Abend. Davor nehmen wir aber noch ein ausgiebiges Bad.

Am nächsten Tag soll es wieder wenig Wind geben – und so kommt es auch.
2 bis 3 Knoten, da geht nicht viel. Der Spi muss raus.
Trotzdem schaffen wir es so nicht bis Kemer. Die letzten fünf Meilen muss wieder der Motor mithelfen.
Angelika legt wieder an. Hat aber dieses Mal ein paar Schwierigkeiten, das Schiff in die richtige Richtung zu stellen. Beim zweiten Anlauf klappt es und wir liegen fest.
Daniel geht mit Andreas noch einkaufen, denn es soll heute Abend Lammkoteletts geben.
Nach dem Essen machen wir uns „landfein“, dieser Ausdruck muss ja dann auch aus der Seemannsprache kommen.
Bemerkenswert noch: Gitta verlässt das Schiff nie ohne sich die Lippen rot gemacht zu haben. Auch die Ohrgehänge müssen dran. Aber auch wir anderen legen uns ins Zeug.
Daniel lässt so die Bemerkung fallen: „Hier ist doch nichts los!!!“ Da kommt so das Jugendsyndrom des Unterhaltenwerdenwollens durch, das bei uns Alten nur ein müdes Lächeln hervorruft.

Andreas antwortet: „Wenn nichts los ist, machen wir es…“ Und so kommt es. Andreas sucht zielstrebig eine tanzfähige Kneipe. Verhandelt kurz mit dem Besitzer, trägt seine Wünsche vor und die Post geht ab. Wir mischen den Laden auf und ergreifen so allmählich Besitz von ihm. Tanzen bis zum Abwinken, doch es winkt niemand. Gegen Mitternacht wird noch Livemusik angekarrt und dann ist die Nacht auch schon vorbei.
Der Tanzmarathon sorgt dafür, dass Angelika blutige Füße hat und nur noch humpeln kann. Sie freut sich schon auf die bohrenden Fragen der Kollegen: „Bei welchem Manöver ist denn das wieder passiert …?“

Die Jugend ist auch glücklich und wir fallen todmüde in unsere Kojen.

Die letzten 18 Meilen nach Antalya werden lang, da der Sturm sich ja in der gestrigen Kneipe ausgetobt hat. Und so haben wir genügend Zeit, das Schiff zu klarieren und uns schon wieder auf den nächsten Törn zu freuen.

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Wir haben sechs Tage Zeit und diese sollen zu einem besonderen Erlebnis für uns und unsere Mitsegler werden. Also planen wir Route, Anlegeplätze und Ankerbuchten. Von allem soll etwas dabei sein. Hoffentlich spielt das Wetter mit, es ist immerhin schon Oktober. Auch in der Türkei ist dann nicht nur mit Strahlewetter zu rechnen.

Drei von uns, Marlene Farmont, Angelika und Andreas, haben bereits einige Segelerfahrung. Ralf kennt sich beim Windsurfen aus und Renate und Nely sind unsere Segeleleven.

Anreise ist Donnerstag. Die „Marleen“, eine 61 Fuß Ketsch, mit allem ausgerüstet, was ein Schiff dieser Größe benötigt, wird für die nächsten Tage unser zu Hause sein.

Gegen 14 Uhr sind alle “Mann an Bord”, die Sachen und der Proviant verstaut – es kann losgehen. Ablegen, Andreas leitet das Manöver und wir fahren unter Motor unserer ersten Ankerbucht – Cineviz Limani – entgegen. Mit wenig Wind aus der falschen Richtung, genau von vorn, steuert in den ersten Stunden Marlene das Schiff. Natürlich um festzustellen, ob alles daran in Ordnung ist, denn sie ist nicht nur Eignerin der „Marleen“ sondern auch Inhaberin der Werft, in der die Ketsch gebaut wurde. Andreas wird mit einigen kritischen Bemerkungen bedacht, wurde das Schiff doch unter seiner Leitung in Antalya gebaut. Das muss der Werftleiter abhalten, sind die Anmerkungen doch konstruktiv und angebracht.

Ein Gewitter zieht auf. Neugierig beobachten wir es. Ob es bald regnen wird? Nein, es regnet nicht.

Verhungern und verdursten muss niemand, denn Verpflegung haben wir wie für eine Weltreise gebunkert. Deshalb zaubern die Damen unter Anleitung von Marlene das erste Menü an Bord.

Mit dem letzten Tageslicht erreichen wir die romantische Bucht Cineviz, gehen dort vor Anker und runden den Tag mit einem kurzen Bad, nun schon fast im Dunkeln, ab. Jetzt setzt auch der bereits erwartete Gewitterregen ein.
Der Anker hält nicht. Kein Wunder bei dem Wind, der jetzt bereits mit 8 Windstärken bläst. Deshalb verholen wir uns noch zweimal. Jetzt hat uns die See fest im Griff. Alle sind ein bisschen stolz darauf, diesen ersten Tag so gut gemeistert zu haben.

Freitag heißt es früh aufstehen. Die Crew weiß noch nicht, was Andreas und Angelika mit ihr vor haben: Unser Ziel ist eine kleine griechische Insel. Falls wir es nicht schaffen, bleibt uns für die kommende Nacht wiederum eine schöne Ankerbucht.
Knapp 60 Seemeilen liegen vor uns, ein stolzer Trip.
Nach einem reichlichen Frühstück verlassen wir 8.30 Uhr die Bucht Richtung Süden. Wir können die Segel setzen, denn der Wind weht jetzt aus Nordost.
Ein heftiger Gewitterregen leitet die ersten Manöver unter Segeln ein. Trotzdem muss keiner im Regen stehen. Uns schützt die Sprayhood über Steuerrad und Niedergang.
Doch wird das Wetter zusehends besser und wir können unter „Vollzeug“ die Segeleigenschaften des Schiffes testen.
Gegen Mittag erreichen wir die Bes Adalar (fünf Inseln). Der Wind dreht jetzt über Ost nach Südost und nimmt ständig zu. In Böen sind es 6 bis 7 Beaufort. Das ist der perfekte Wind für „Marleen“. Wir freuen uns über die Geschwindigkeit – segeln jetzt mit bis zu 9 Knoten. Nun können wir mit Sicherheit die Insel erreichen.

18 Uhr holen wir die Segel ein, tauschen die türkische mit der griechischen Gastflagge und laufen in den Naturhafen von Kastellorizou ein. An der Pier warten schon Lena, Ronny, Arnold und Ruben von der „Orion“, die beim Anlegen helfen wollen.
Lena und Ronny kennen die „Marleen“ auch ausgesprochen gut, schließlich haben die beiden das Schiff von Bremerhaven nach Antalya überführt.

„Marleen“ ist fest vor Anker mit dem Heck an der Pier. Die Crew ist überwältigt von dem sich ihr bietenden Anblick.

Wir stoßen mit der „Orion“-Crew auf den gelungenen Törn an, quatschen und verpassen darüber fast der Sonnenuntergang. Jetzt ist der Anblick noch atemberaubender.
Elf Plätze vorm Restaurant auf der kleinen Mole in unmittelbarer Nähe unserer beiden Schiffe sind schnell reserviert. Es wird ein wundervoller Abend in einer romantischen Hafenatmosphäre.
Leider wird der Ausgang etwas getrübt. Marlene, in Sorge um das Schiff, unternimmt um Mitternacht einen kleinen Bordausflug, bei dem sie stürzt und der ihr einige Blessuren einbringt. Sofort wird der Kühlschrank vom gesamten Eis des befreit, es wird zum Kühlen der Wunden benötigt. Am Ende wird man sagen: Marlene ist mit einem „blauen Auge“ davon gekommen.
Die Inselapotheke hält am nächsten Morgen noch einige Medikamente zum Lindern der Schmerzen bereit.
Nach einem ausgiebigen Landgang auf der schönen Insel wollen wir am frühen Nachmittag auslaufen.

Zuerst legt die „Orion“ ab und setzt noch im Hafen die Fock. Doch, da stimmt was nicht! Wieso kommt sie jetzt unter Segeln zurück in den Hafen?
Über Funk erfahren wir: Es gibt Probleme mit dem Motor, genauer gesagt, der Impeller ist wahrscheinlich defekt und somit wird der Motor zu heiß.

Wir machen das Beiboot der „Marleen“ klar und eilen Skipper Ronny zu Hilfe. Andreas wechselt den Impeller während alle anderen assistieren und dabei das Schiff im Vorhafen hin und hersegeln.
Gibt es wohl nicht alle Tage, dass der Service an Bord kommt und einem den Motor repariert……
Nach einer knappen halben Stunde ist alles wieder in Ordnung. Nun kann auch „Marleen“ auslaufen.

Wehmütig verlassen wir die Insel, nachdem Ronny uns noch infolge der schnellen Hilfe, ein gemeinsames Abendessen, wo auch immer, verspricht.

14.30 setzen wir die Segel und wir haben wunderbaren Wind aus westlichen Richtungen, denn ab jetzt müssen wir gen Osten.

Wir segeln wieder unter Vollzeug unserem nächsten Ziel, der Ankerbuch, Ücağiz, entgegen. Ralf steuert das Schiff in die Einfahrt in die Kekovastraße, Hier spürt er, dass die Abdrift und die Strömung nicht zu unterschätzen ist. Erfahrungen, die ein Segler machen muss, um ein Schiff jederzeit sicher an das nächste Ziel zu bringen.
Vorsichtig manövrieren wir durch die Einfahrt in die Bucht. Während Marlene den Tiefenmesser beobachtet, halten Ralf und Renate Ausschau am Bug, Angelika navigiert, Andreas steuert.
Die Segel haben wir vorher geborgen, denn hier ist es durch die vielen Unterwasserhindernisse, die zu einer durch ein Erdbeben versunkenen Stadt gehören, sehr gefährlich.

Wir erreichen die Bucht und Ankern auf fünf Meter Wassertiefe. Die „Orion“ ist schon eine halbe Stunde vor uns da und ankert in 100 m Entfernung.
Wir trinken den „Ankerer“ und baden. Ein kurzer aber wunderschöner Segeltag geht zu Ende.

Ronny kann sein Versprechen einlösen, denn wir lassen uns vom „besten Koch des Mittelmeeres“, Hassan, mit seiner Barkasse gemeinsam von unseren Schiffen abholen. Was für ein Abenteuer! Direkt am Restaurant legen wir an und stillen Hunger und Durst.
Hassan bringt uns gegen 22 Uhr zurück und wir nehmen noch einen Absacker. Der zieht sich etwas in die Länge, gibt es doch immer etwas zu klönen.

Der folgende Tag wird wieder lang, da wir der in etwa 40 Meilen entfernten Cavus Liman, einer weitläufigen Ankerbucht, zusteuern.

Um 9 heißt es deshalb „Anker auf“ und los.
Der Westwind bleibt uns treu und wir können wieder alle Segel setzen und traumhaft segeln. Eine kurze Begegnung mit der „Orion“ mit einem gegenseitigen Fotoshooting und Anfeuerungsrufen, uns nicht überholen zu lassen, bringen zusätzliche Farbe in unseren Segeltag.

Unsere Crew ist mittlerweile eingespielt und alle haben sich an die „raue See“ und an das Bordleben gewohnt.
Immer wieder schweifen die Gedanke und Gespräche zu der kleinen griechischen Insel, die wir vor zwei Tagen verlassen haben. Sie wird von allen schon jetzt als Höhepunkt unserer kleinen Reise angesehen.

Bes Adalar, die fünf Inseln, erreichen wir gegen 16.00 Uhr. Wir können sogar weiter segeln, da der Wind wieder etwas auffrischt.
17.50 nehmen wir die Segel weg und laufen die letzten zwei Meilen unter Motor in die Bucht ein wir Ankern auf fünf Meter Wassertiefe und baden ausgiebig.
Die „Orion“ kommt etwas später. Sie lässt die Segel etwas länger stehen und schont damit den ach so strapazierten Motor.

Wir baden wiederum ausgiebig. Zum Abendessen gibt es Reibekuchen, ein fürstliches Mal, das von Marlene zubereitet wird.
Alle genießen das Bordleben, denn sie haben das Schiff ins Herz geschlossen. Es ist ja auch jetzt unser zu Hause.

Am nächsten Morgen machen Angelika und Andreas wieder das Beiboot klar und fahren an Land. Sie kaufen frisches Brot, mit dem auch die „Orion“ gleich mit versorgt wird.
Doch vor dem Frühstück wird erst noch gebadet. Bei 28 Grad Wassertemperatur ist es einfach angenehm.
Später laufen wir unter Motor aus der Bucht, erst dann setzen wir die Segel.
Wir erfreuen uns an der türkische Riviera mit ihren Bergen und Stränden. Es ist wieder ein schöner Tag.

Am Kemerfels bergen wir die Segel und laufen gegen 18.30 in die Marina in Kemer ein. Wir verbringen den Abend ohne Landgang auf „unserer“ Marleen. Es macht sich etwas Wehmut breit, denn Angelika, Ralf und Nely werden uns hier verlassen, Sie fliegen morgen zurück nach Deutschland.
Unter Marlenes Leitung wird das letzte Mal an Bord gekocht und es wird doch noch ein schöner Abend mit etwas Abschiedsstimmung.

Der nächste Tag verspricht nicht viel Gutes. Es ist schweres Wetter gemeldet und der Wind soll stark aus Nord wehen. Dort wollen wir aber hin……

Wir sind aber nur noch zu dritt, das wird hart. Doch Rettung naht. Die Crew der Orion leiht uns Lena. Vor allem Renate und Marlene sind sichtlich beruhigt.
Es kommt auch wie befürchtet. Der Wind in Böen bis 9 Beaufort, starker Regen, Gewitter und die entsprechende Welle lassen diesen Tag noch einmal zu einer echten Herausforderung werden. Lena steuert „Marleen“ vier Stunden lang. Das kann sie gut, hatte sie doch mit Ronny zwei Monate die Gelegenheit, das Schiff während des Überführungstörns kennen zu lernen.

Wir laufen bei bestem Wetter und der Hilfe des Marinapersonals in Antalya ein.

Alle sind sich einig, es war wunderschön. Die Segelyacht „Marleen“ ist ein komfortables Schiff, welches das „auf dem Schiff Sein“ fast vergessen lässt. Hier fühlt man fühlt sich einfach wohl.

Vielen Dank an die Crew:

Marlene, die mit ihrem Optimismus und Humor, trotz ihres Handicaps, durch ihren Sturz; ihrer Erzählfreude von vergangenen Törns nicht verlor.

Renate, die sich mit Talent und Einfühlungsvermögen in allen Situationen an das Metier herangetastet und Gefallen daran gefunden hat.

Ralf, der mit trockenem landesspezifischem Humor immer etwas zum Besten zu geben hatte.

Nely mit ihrer Fähigkeit, auch in schwierigen Situationen immer freundlich und angenehm zu sein.

Angelika mit ihrem unbändigen Willen, der Crew nautisches Wissen zu übermitteln.

Und Andreas, der immer etwas zu meckern hat, weil man ihm (fast) nichts recht machen kann.

Wäre schön, alles noch einmal wiederholen zu können. Vielleicht mit etwas mehr Zeit im Rücken, denn wir haben insgesamt 270 Seemeilen in sechs Tagen zurückgelegt. Davon sind wir ca. 180 Meilen pur gesegelt.

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Mittwoch

Unser Motto: „Wer weit kommen will, muss früh aufstehen“. Damit beginnt unser Törn.
Um 6.30 Uhr heißt es „Reise, Reise“, frühstücken, Schiff klar machen und auf Crewmitglied Gitta warten.
Stefan und Daniel sind mit Andreas schon seit Sonntag hier. Sie vertrieben sich die Zeit mit Sightseeing und einigen Aktivitäten, die sie fast an die Grenze ihrer sportlichen Leistungsfähigkeit brachten. Dies hatten sie ihrem Ehrgeiz und Andreas zu verdanken, der die beiden zur Teilnahme an seinen Morgenläufen inspiriert hatte. Nun, Ehrgeiz ist löblich, kann aber auch schmerzhaft sein. Die zwei quasi Jugendlichen hätten wissen müssen, dass der Ältere zwar schon ganz schön alt, jedoch nicht zum alten Eisen zu zählen ist.

Angelika, die unser Schiffsführer sein wird, kommt nachts an und Gitta wird pünktlich 8.30 Uhr in den Hafen in Antalya gebracht. Jetzt sind wir zu fünft und vollzählig.

9.30 Uhr legen wir ab und laufen, da kein Wind, unter Motor Richtung Süden. Die Crew weiß noch nicht, dass ihr eine Nachtfahrt bevorsteht, damit in den fünf zur Verfügung stehenden Tagen ein „runder“ Törn zustande kommt. Als sie es erfährt, ist sie begeistert und ungläubig zugleich. Ungläubig deshalb, weil sie meint, dass es nicht möglich sei, in 24 Stunden von Antalya nach Griechenland zu segeln.

Nach einer halben Stunde werden die Segel gesetzt und den fünf Inseln am Kap entgegen gekreuzt.
Angelika versucht mit viel Geduld der Crew einige nautische Lektionen zu erteilen. Das ist ihre Stärke. Da könnte sich mancher Pädagoge ein Beispiel nehmen. Die meiste Zeit wird zum Lernen der Knoten verwendet. Für einen, der sie kann ist es manchmal schwierig zu verstehen, warum es manche nicht können!
Abends gibt es gegrillten Wolfsbarsch, der hier Levrek heißt, mit Reis und Salat. Wir kochen gemeinsam und so kommt keine Langeweile auf. Als die Nacht hereinbricht erreichen wir das Kap. Angelika und Andreas teilen sich die Nachtwachen und werden von den Crewmitgliedern unterstützt.
Da der Wind mehrmals einschläft, muss wiederholt die Maschine mitlaufen.

Donnerstag

In der Nacht weht der Wind schwach bis mäßig. Lange vor Sonnenaufgang sehen wir das Leuchtfeuer von Kastellorizou. Es ist eine kleine, der türkischen Südküste vorgelagerte griechische Insel mit zwei Häfen, einen kleinen Flugplatz und allem, was man so braucht. Vor allem mit unzähligen Kneipen, die sich um den Hafen ranken. Den erreichen wir am Morgen.

Mitten in der Einfahrt liegt ein U-Boot. An Deck wird emsig gearbeitet.
Wir wollen ankern, doch beim Klarieren der Ankerwinde stellt Andreas fest, dass die Hauptsicherung durchgebrannt ist. Jetzt wird nicht nur auf dem U-Boot emsig gearbeitet…

Doch in 10 Minuten ist die Sicherung getauscht und wir können ankern und mit dem Heck an der Pier anlegen. Der Anleger ist uns bereits vertraut. Da haben wir im vorigen Jahr schon gelegen. Die Kneipen ringsherum sind noch geschlossen. Und außer einer Peri Yacht und einem weiteren Segelboot, sind wir die einzigen Fremden.
So fremd sind wir nicht, denn schon kommt Giorgio, der Wirt der Kneipe gegenüber. Er begrüßt uns.

Wir frühstücken und duschen, dann teilen sich die Aktivitäten.
Andreas und Angelika schlafen sich aus, während die drei anderen die Insel erkunden.

Gegen 13 Uhr haben wir ausgeschlafen und die Insel ist erkundet. Bei Giorgio nehmen wir noch Wasser. Stefan spendiert für alle Ouzo und Espresso. Dann wollen wir weiter.

Genau gesagt, treten wir nun schon die Rückreise an. Wir haben aber vor, dabei an den schönsten Flecken zu verweilen.

Also legen wir ab und nehmen Kurs auf Kekova.

Der Wind kommt genau aus der Richtung in die wir wollen und somit müssen wir kreuzen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, nicht mehr im Hellen die zwei schwierigen Passagen kurz vor der Ankerbucht zu meistern.

Wir sind entzückt von einem Delfin, der auf hoher See mit einem ausgedienten Autoreifen spielt. Da der Wind immer stärker wird, müssen wir reffen. Nach einer Stunde muss das Reff aber wieder raus. Es gibt eben immer was zu tun.

Es ist schon 19.00 Uhr, etwas zu spät, als wir die Segel einholen. Nun motoren wir was das Zeug hält.
Als wir die erste Einfahrt, die Westpassage erreichen, dämmert es bereits. Aber die Durchfahrt ist recht unkompliziert. Die Zweite zur Ücagizbucht nicht mehr und es ist dunkel. Radar, Ausguck und die üblichen Methoden werden aktiviert um die schmale, felsige Einfahrt in das „Reich der versunkenen Stadt“ zu überwinden. Jeder hat seine Aufgabe und wir erreichen gegen 21 Uhr unseren Ankerplatz auf 5 m Wassertiefe. Jetzt noch die vorbereiteten Lammkoteletts grillen, mit dem schönen Ambiente den Absacker genießen und ab in die Kojen.

Karfreitag

Nach einem Bad im Meer, an dem nur die Männer beteiligt sind, lichten wir den Anker. Die Kulisse genießend durchfahren wir die Straße von Kekova und nehmen dabei an Deck das Karfreitagfrühstück ein.
Ein schöner sonniger Tag steht uns bevor.
Daniel hat bereits einen Sonnenbrand, vor allem seine Nase sieht ziemlich mitgenommen aus. Doch auch wir anderen müssen uns vor der intensiven Sonne schützen.
Als wir die Kekovastraße verlassen, setzen wir Segel und es geht wieder Richtung Bes Adalar, den fünf Inseln entgegen.
Am Kap muss der Motor wieder mitschieben. Das bestätigt wiederholt unsere Feststellung, dass man das Kap nicht umsegeln kann!
Nach dem Runden segeln wir wieder und kochen. Diesmal gibt es Spagetti-Bolognese.
An der Wasserinsel schläft der Wind ein und wir nehmen die Segel runter. Fünf Meilen noch bis Cavus Limani. Dort ist uns ein schöner Ankerplatz sicher.
Heute gibt es einen Superanleger (-ankerer), der sich bis nach Mitternacht hinzieht.

Ostersonnabend

Wir frühstücken ausgiebig noch in der Bucht liegend, nachdem der Badehunger gestillt ist. Heute haben wir viel Zeit. Es nur 22 Meilen bis zu unserem nächsten Ziel: Kemer.
Unser Schiffsführer lässt noch in der Bucht Segel setzen und wir versuchen aus der Bucht zu kreuzen. Das ist dort nicht so einfach, da der Wind hier sehr launisch ist.
Die letzte Meile bis zur Pirateninsel müssen wir motoren und danach schläft der Wind ein!!!
Jetzt ist wieder ausgiebig Baden angezeigt.
Gegen 14 Uhr setzen wir den Spinnaker, denn jetzt haben wir schwachen achterlichen Wind. Langsam nähern wir uns Kemer.

Abends gibt es für jeden ein Omelett. Andreas hat es zubereitet und allen schmeckt es superlecker.
Nach dem Essen bekommen wir Appetit auf unser tägliches Anlegegetränk. Damit wir nicht mehr so lange darauf warten müssen, werfen wir für die restlichen fünf Meilen den Motor an, da inzwischen auch Rasmus seine Arbeit eingestellt hat.
Gegen 19.30 Uhr laufen wir unter Assistenz des Hafenpersonals in Kemer ein.

Wir genießen das Hafenambiente und resümieren den Tag.

Ostersonntag

Die Ostereier verzehren wir beim Frühstück wieder an Deck. Schiff waschen und Landgang.
Die Crew stattet noch dem Nomadenmuseum einen Besuch ab, während Andreas die „Orion“ schon zum Ablegen vorbereitet.

Das Ablegemanöver gelingt dieses Mal nicht so besonders, da wir Stefan nicht ausreichend im Umgang mit Leinen eingewiesen haben. So landet die Steuerbordheckleine im Wasser. Das ist an sich nicht weiter schlimm, leider hängt sie aber nicht an der „Orion“. Unser hilfsbereiter Bootsnachbar und das Hafenpersonal entschärfen die Situation und werfen uns die Leine an Bord.
Wir sind über uns selbst ziemlich verärgert und lernen daraus, unsere Mitsegler noch viel intensiver einzuweisen, als wir es bisher schon tun.

Trotz allem wird es noch einmal ein schöner Segeltag, auch mit Badeeinlagen. Wir laufen unter Segeln in den Hafen von Antalya ein und bergen die Segel im Vorhafen.
Das Anlegemanöver wird noch einmal kompliziert, da mitten in der Boxengasse plötzlich der Wind um 180 Grad dreht.
Aber Skipper Angelika hat die Sache im Griff und so kommen wir unbeschadet wieder in Antalya an.

Mit einem Abendessen im Fischereihafenrestaurant „Tayfun“, das Gitta, Daniel und Stefan spendieren, beenden wir die schöne gemeinsame Zeit.

Auch an das werden wir uns gern erinnern: an das Gittarrespiel unseres Profis Stefan, an die Erzählfreude von Gitta, an Angelikas unendliche Geduld beim nautischen Schulen und an Daniels Ausdauer, sich mit seinem Sonnenbrand auseinanderzusetzen. Und daran, dass Andreas immer etwas zu meckern hatte. Aber so kennen wir ihn.

Wir freuen uns trotzdem schon auf das nächste Mal!

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